Warum Kenya-Childvision e.V.?

Warum Kenya-ChildVision e.V.?

Es ist eine berechtigte Frage!  K-CV ist eine gemeinnützige Organisation, deren Inspiration aus einer Vielzahl von Herausforderungen entsprungen ist. Ich, Anjelina Nafula Namwaya, habe K-CV gegründet, weil ich meine Wurzeln nie vergessen habe.

Geboren wurde ich in Nelaa, einem Dorf, im Bezirk Busia, im ländlichen Kenia. Schon sehr früh verlor ich meinen Vater. Wegen der mangelnden medizinischen Grundversorgung, passiert es leider sehr oft, dass viele Kinder nur mit einem Elternteil, meist der Mutter, alleine aufwachsen. Aber ohne den Hauptverdiener rutscht die Familie schnell in bittere Armut. Gerade auf dem Land bleiben den Familien meist nur die Erzeugnisse zum Leben, welche sie selbst anbauen. Geld was schon zum Leben fehlt, ist für den Schulbesuch der Kinder nicht mehr vorhanden.

Seit 2003 werden keine Schulgebühren mehr erhoben. Die Kinder benötigen dennoch Ihre Hilfe für den Erwerb der Schuluniform und Lehrmittel.

Die Erfahrung meiner Kindheit und meiner Umgebung, haben mich nachhaltig geprägt und zu dem Menschen gemacht der ich heute bin.  Aus dieser  Erfahrung schöpfe ich die Motivation Menschen zu helfen.

Ich habe die Unterstützung von vielen Kindern aus meinem Dorf übernommen. Ich sah vielmals bei meinen Dorfbewohnern das fehlende und sehr oft auch falsch umgesetzte Engagement. Unwissenheit über Auswirkungen im Umgang mit der Umwelt sowie vor allem auch kulturelle Praktiken, welche nicht mehr in eine moderne Welt passen, als Gründe für die nur langsam fortschreitende Verbesserung der Lebensumstände in Kenia an. Schlechte Bildung, speziell in  ländlichen Gebieten trägt wesentlich zur Armut in Kenia wie auch in anderen Teilen Afrikas bei.

Was unterscheidet K-CV von anderen Organisationen?

Es gibt viele verschiedene gemeinnützige Organisationen die in Kenia und anderswo in Afrika tätig sind. Ihre Arbeit ist oftmals sehr gut und alles andere als einfach. Sie alle brauchen Unterstützung und haben diese auch verdient. Ehrenamtlich für die Menschlichkeit zu arbeiten ist ein Vollzeitjob. Lobenswert ist ein jeder der sich dafür entscheidet. In Kenia sind es immer wieder Touristen, die für einen Urlaub kommen und sich dafür entscheiden, mehr zu tun und vielen Menschen Hilfe bringen. Fast all diese daraus entstehenden Organisationen findet man in Ballungsgebieten der Touristenzentren – nicht aber dort, wo sich nur selten ein Reisender hin verirrt. Von daher kennen viele die tatsächlichen Umstände, in den verschiedenen Regionen, wie zum Beispiel, meiner Heimat, Busia im Westen Kenias, nicht. Einige unserer Mitglieder, wie auch ich, kommen aus dieser Region, sind mit den Menschen dort verbunden und genießen ihr Vertrauen.  Wir haben das Leben dieser Menschen gelebt und verstehen von daher gerade die kulturellen Eigenheiten. Wir wissen was dort tatsächlich benötigt wird. Wir wissen wie man Veränderungen erzielen kann, weil wir die Mentalität der Menschen dort kennen und auch ihre Ängste und Nöte verstehen. Dieses Wissen hilft uns Mittel sinnvoll einzusetzen und zusammen mit den Menschen dort an einer Verbesserung ihrer Lebensumstände zu arbeiten.

Die Region rund um Busia ist in wahrsten Sinne des Wortes eine vergessene Region. Es ist keine touristische Region und vorwiegend durch Landwirtschaft geprägt.

Malaria, Typhus und andere Mangelerkrankungen sind in Busia, beidseitig der Grenze zwischen Kenia und Uganda wie auch rund um den Viktoriasee besonders häufig zu finden.

Es sind auch diese Regionen von Busia und Kwale wo junge Männer aus der Armut in die Kriminalität abrutschen und der Nährboden für Radikalisierung ist hoch. Zudem steigt der Drogenkonsum im gesamt Küstenbereich sehr stark, was zusätzlich Probleme bringt.

Laut Aufzeichnungen vom Ministerium für Bildung in Kenia, hat der Bezirk Kwale von allen kenianischen Regionen als schlechtester in den nationalen Prüfungen abgeschnitten.

Dies ist aufgrund der mangelhaften Unterstützung für eine sehr arme Region zurückzuführen. Hohe Arbeitslosigkeit, extreme Armut, schlechte Wohnqualität, häufige Erkrankungen durch Mangelernährung und dem fehlen einer ausreichenden Versorgung mit Trinkwasser sowie von Bildungs-Materialien sind hier an erster Stelle zu erwähnen.

In Kilifi, einen kleinen Küstenort zwischen Mombasa und Malindi besteht wie in der gesamten Küstenregion Kenias auch, die höchsten Anzahl von Analphabeten unter Mädchen. Für viele heißt das, ein Leben im Elend. Daher ist es zwingend erforderlich, jedem Mädchen die notwendige Unterstützung anzubieten, um zur Schule gehen zu können. Um diese Hilfe gewährleisten zu können, bedarf es Projekte die den Eltern helfen ihre Einkommen zu verbessern, so dass diese sich selbstständig aus der Armut befreien können.

 

Es ist zu spät um zu helfen – Fangen Sie heute damit an! Unterstützen Sie uns Leben zu retten und machen Sie die Welt zu einem besseren Ort.

Anjelina Nafula Namwaya